Hier auf der Messe in Karlsruhe noch mit Transportsicherung...

Beschreibung des Projektes „BR 74 – pr. T 12“

Die BR 74 wurde ursprünglich für die Berliner Stadtbahn entwickelt und dort auch umfangreich erprobt. Es sind insgesamt 974 Stück gebaut worden, wovon allein bei der Berliner Stadtbahn 500 Loks in Betrieb waren. Nach der großen Elektrifizierung der Berliner Stadtbahn kamen die Lok´s zu vielen anderen RBD, wo sie teilweise im Rangierdienst, teilweise im Streckendienst vor Personen- als auch Güterzügen eingesetzt wurden. Nach dem Krieg waren auch viele Lok´s bei der Hamburger S-Bahn im Dienst. Die letzten Lok´s wurden ca. 1966 ausgemustert. Einige wenige existieren noch heute, Grund genug, die Lok im Modell nachzubauen. Im Maßstab 1:10 hat sie eine LüP von 1180 mm, passt also noch in einen PKW, ist sehr kompakt, trotzdem sehr bullig und aufgrund ihres kurzen Radstandes von 635 mm auch für kleinere Radien geeignet.

Das Fahrwerk ist so konstruiert, dass die Lok Radien von 6000 mm an befahren kann.

 

Einige Konstruktionsdetails

Speiseeinrichtungen: Handpumpe. Achsspeisepumpe, Injektor, Dampfspeisepumpe optional nachrüstbar.

Rahmen: Blechrahmen aus 4 mm Stahl mit Verstärkungen, komplett genietet. Im Original hatte die Lok einen Kraussschen Rahmenwasserkasten. Dieser wird jedoch nicht nachgebildet, da der Platz für andere technische Einrichtungen genutzt wird. Außerdem würde sich das Wasser im Betrieb erwärmen und die Strahlpumpe würde nicht mehr funktionieren.

Laufwerk: Hier müssen aus Gründen der Betriebssicherheit leider die größten Kompromisse gemacht werden. Im Original hat die Lok ein Krauss-Helmholtz-Drehgestell und der 2. und 3. Kuppelradsatz sowie Vorlaufachse und 1. Kuppelradsatz waren durch Ausgleichhebel miteinander verbunden. Vom Krauss-Helmholtz-Drehgestell musste ich aufgrund des Aspektes, 6 m-Radien fahren zu wollen leider Abstand nehmen. Es wird durch eine Bisselachse ersetzt, die durch Federn in die Mittellage zurück gezwungen wird. Dadurch entfallen auch die Ausgleichhebel zwischen Vorlaufachse und 1. Kuppelachse. Der 2. und 3. Kuppelradsatz sind durch funktionierende Ausgleichshebel verbunden, alle Radsätze federn nach oben 2mm und nach unten 4 mm aus. Der 3. Kuppelradsatz ist 4 mm seitenverschiebbar, der 1. Kuppelradsatz 2,6 mm.

Triebwerk: Wie im Original, jedoch ohne nachstellbare Stangenlager. Stangenlager entweder als Bronzegleitlager oder mit Nadelhülsen. Die Achslager sind auf jeden Fall Gleitlager aus Lagerbronze mit geteilten Lagerschalen.

Steuerung: außenliegende Heusingersteuerung mit Kuhnscher Schleife. Kolbenschieber mit innerer Einströmung.

Bremse: eventuell Dampfbremse. Eventuell auch Drosselmöglichkeit des Druckausgleichventils, damit hätten wir quasi eine Gegendruckbremse.

 

Baudetails der BR 74 in Spur 5

 

  • Die Lok benötigt einen Bedienwagen für Kohle, Wasser und sonstiges (Werkzeug, Ersatzteile). Dieser Wagen ist nicht im Lieferumfang enthalten.
  • Die Lok erhält ein manuell zu betätigendes Abschlammventil.
  • Zylinderhähne funktionell
  • Speisung über Injektor (nicht im Lieferumfang)
  • Speisung über Dampfspeisepumpe (nicht im Lieferumfang)
  • Bläser funktionell (über Drosselventil einstellbar)
  • Dampfpfeife funktionell (über Drosselventil einstellbar) (nicht im Lieferumfang)
  • Akku für Beleuchtung im rechten Werkzeugkasten unter Kohlenkasten (nicht im Lieferumfang)
  • Steuerungsauslegung nicht über Spindel sondern über Hebel (Vorbereitung auf Fernsteuerung)
  • Lok erhält kein Krauss-Helmholtz-Drehgestell, sondern Bisselachse, die über Federn rückgestellt wird. Die Federbelastung wird einstellbar sein.
  • Kuppelradsätze 2 und 3 über funktionierende Ausgleichhebel verbunden. Bisselachse über Gleitstück gefedert. Somit fährt die Lok auch bei schlechter Gleislage. Sämtliche Kuppelachsen sind über Blattfedern abgefedert. Der Achsdruck ist einstellbar !!!
  • Lok erhält funktionierende Wurfhebelbremse

Aktueller Stand des Projektes siehe Bauanleitungen.