Für diese Lok werden wir keine Bauanleitung publizieren, sondern nur eine Fotoserie.

Bilder 1

Foto: Horst Gerbes

BR 50 / BR 50 ÜK / BR 52 – Profiprojekt 2008

Die ab 1939 gebauten Einheits-Güterzuglokomotiven der Baureihe 50 mit einer führenden Laufachse und fünf Kuppelachsen zählen zu den gelungensten Konstruktionen der Deutschen Reichsbahn und ist zusammen mit der BR 52 die wohl meistgebaute Dampflok der Welt. Bis 1948 wurden 3.164 Maschinen der 80 km/h schnellen Baureihe 50 von nahezu allen europäischen Lokomotivfabriken – zuletzt als Übergangskriegslokomotive 50 ÜK – gebaut. Die rumänische Staatseisenbahn CFR ließ zwischen 1947 und 1959 282 Lokomotiven nachbauen. Am Ende der Dampflokzeit sind sie zur Universalgattung geworden, die dank der niedrigen Achslast auch auf Nebenbahnen mit leichterem Oberbau (Eisenbahn) eingesetzt werden konnte. Trotz der Kriegsverluste waren 1945 noch sehr viele Maschinen übrig. Allein von der Deutschen Bundesbahn wurden 2.159 einsatzfähige Lokomotiven übernommen, die lange Zeit mit der Baureihe 44 das Rückgrat des Güterverkehrs bildeten. Sie wurden aber auch im Personenzugverkehr eingesetzt.
Zum Schutz des Lokpersonals bei Rückwärtsfahrt war die Frontseite des Tenders (2'2' T 26) mit einer Schutzwand versehen. Bei vielen Lokomotiven wurden die Wagner-Windleitbleche nach dem Krieg durch solche der Bauart Witte ersetzt. Bei 735 Maschinen der DB wurde der Tender mit einer Zugführerkabine ausgerüstet, wobei nur das Kohlenkastenvolumen reduziert werden musste. Bei der DB wurden die letzten Lokomotiven 1977 im Bw Duisburg-Wedau ausgemustert.
Der DR waren nach dem Krieg nur 350 Exemplare der BR 50 verblieben. Da auch von der stärkeren Baureihe 44 nur ein kleiner Teil in den Osten Deutschlands gelangte, war dort in vielen Gegenden die Baureihe 52 die dominierende Güterzuglok. Über ⅔ dieses Bestandes wurden zur Baureihe 50.35-37 umgebaut. Die Altbaulokomotiven liefen vor allem im Süden. Seit Mitte der 70er Jahre wurden sie verstärkt ausgemustert, sodass sie in den 80er Jahren absolute Raritäten waren. Dennoch beendete die letzte ihren aktiven Dienst 1987 gemeinsam mit den Rekoloks. Es sind einige Altbaulokomotiven erhalten geblieben, darunter auch die 50 622 und die 50 849, die beide noch bei der Deutschen Bahn aktiv waren. Die 50 622 war im Verkehrsmuseum Nürnberg stationiert, wo sie am Abend des 17. Oktober 2005 bei einem Großbrand im Lokomotivschuppen schwer beschädigt wurde. 50 849 gehört weiterhin zum Eisenbahnverein Glauchau und besitzt Wagner Windleitbleche.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verblieben zahlreiche Exemplare auch in anderen Staaten Europas und wurden auch dort zum Teil bis zum Ende der Dampftraktion eingesetzt, so z. B. bei der PKP, der ČSD, den ÖBB oder den DSB.
Im Zweiten Weltkrieg stieg der Bedarf an Triebfahrzeugen, insbesondere Güterzuglokomotiven, enorm an. Um die Produktion der Einheits-Baureihen 44, 50 und 86 zu beschleunigen, wurden diese Baureihen ab 1941 in vereinfachter Form ausgeliefert und als sog. Übergangskriegslokomotiven (ÜK) bezeichnet.
Charakteristisch für ÜK-Lokomotiven sind z.B. Scheibenräder auf den Laufachsen und fehlende vordere Seitenfenster in den Führerhäusern. Auch auf Vorwärmer, Speisepumpe, Frontschürzen, Windleitbleche und andere, zum Betrieb der Lokomotiven nicht unbedingt benötigte Bauteile wurde teilweise verzichtet.
Die Baureihe 52 der Deutschen Reichsbahn ist die bekannteste der Kriegslokomotiven. Sie wurde ab dem Jahr 1942 in großer Stückzahl gebaut, insgesamt waren es mehr als 6.700 Einheiten. Gekuppelt waren die Loks überwiegend mit dem charakteristischen Wannentender des Typs 2'2' T 30, aber auch mit anderen Tendern, wie dem Wiener Steifrahmentender 4 T 30 oder dem Einheitstender 2'2' T 26 der BR 50. Die Kondenslokomotiven (52 1850–2027) besaßen 5- bzw. 4-achsige Kondenstender der Bauart 2'3' T 16 Kon. bzw. 2'2' T 13,5 Kon. von Henschel. (Hinter 52ern im Ausland gab es noch diverse Tenderformen, z. T. auch für Ölfeuerung.) Beim typischen 2'2' T 30 Tender handelte es sich um einen von Westwaggon, Köln entwickelten Schlepptender in Wannenform mit zwei Drehgestellen und 30 m³ Wasserinhalt (daher die Bezeichnung), sowie 10 Tonnen Kohleinhalt.

Bauzeit ca. 3 Jahre. Jederzeitiger Ausbau zur High-End-Lok möglich

Mindestradius für 5“ ist 8 Meter.
LüP bei 5“ – ca. 2088 mm.